Digitalisierung

Digitalisierung bei Gesundheit und Pflege ist ein weites Feld. Es reicht von Themen wie einer elektronischen Krankenakte, der Kommunikation zwischen Ärzten und Krankenhaus über eine Plattform, die Video-Sprechstunden zwischen Arzt und Patient bis hin zu technischen Hilfsmitteln wie einem Pflegeroboter zur Entlastung von Pflegefachkräften, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Digitalisierung bietet dabei etliche Chancen. So kann sie bei der Sicherung einer optimalen Gesundheitsversorgung und sektorenübergreifenden Kommunikation unterstützen, indem beispielsweise der niedergelassene Landarzt per Telemedizin den Spezialisten der Universität zur Fallkonferenz hinzuziehen kann. Zudem können moderne Entwicklungen die Nachwuchsgewinnung erleichtern und Berufsbilder attraktiver machen. Gerade angesichts einer vermehrten Leistungsnachfrage aufgrund des demographischen Wandels auf der einen Seite und der Herausforderung der Nachwuchsgewinnung auf der anderen, scheinen digitale Lösungen unabdingbar. Gleichwohl müssen mögliche Risiken der Digitalisierung, wie z.B. Datenschutz, bei der Entwicklung praxistauglicher Modelle mit bedacht werden. 

Digitalisierung im Gesundheitswesen - Chance für die Region?!

Digitale Gesundheit - gut vernetzt statt einsam

Während oft die jüngeren Generationen stark digital vernetzt sind, und damit in Zeiten der physischen Distanzierung wie zu Beginn der Corona-Pandemie ihre Kontakte wie selbstverständlich per Messengerdienste und Videotelefonie weiterpflegten, bekommen gerade weniger digital-Erfahreneren die Kontaktbeschränkungen härter zu spüren. Die psychische Belastung und Gefahr von Vereinsamung steigt für diese -meist älteren- Personen. 

Doch nicht nur die fehlende Vernetzung mit Gleichgesinnten, auch der Zugang zu digitalen Gesundheitsangeboten ist bei wenig Versierten schwieriger. Viele Angebote zur Gesundheitsförderung verlagern sich in die digitale Welt; ob Yoga-Kurse online, Vorträge als Webinare oder die Uhr, die die Schritte zählt.
Dies setzt Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Möglichkeiten voraus. 

Im Rahmen des Projektes "Digitale regionale Entwicklung" tauschten sich das Start-up LUMOO und die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus Regensburg aus.
So bietet die Web-App Einführungen und Erklärungen an, um die digitalen Kompetenzen zu stärken. Die Funktion „LUMOO erklärt“ ermöglicht, sich an das Thema der digitalen Kommunikationsmittel heranzutasten. Des Weiteren gibt es noch die Funktion "LUMOO vernetzt" um Personen mit den gleichen Interessen zu finden und sich auszutauschen. 

Alle Informationen finden Sie auf der LUMOO-App-Seite.

Digitaltag 2022
#digitalmiteinander

Digitalisierung verändert unseren Alltag und unser Leben tiefgreifend. Beim Digitaltag 2022 werden mit zahlreichen Online-Aktionen die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung beleuchten und gemeinsam diskutiert. Der dritte Digitaltag findet am 24.06.2021 statt!

https://digitaltag.eu/ 

Auf der digitalen Landkarte finden Sie auch Angebote in der Region Regensburg.

Stärkung von Gesundheitskompetenzen bei Seniorinnen und Senioren mit Unterstützung einer App

Schon vor der Corona-Pandemie war im Gesundheitswesen und damit verknüpft auch in den Bereich Gesundheitsförderung / Prävention und Versorgung eine zunehmende Digitalisierung zu erkennen. Diese rasante Entwicklung hinsichtlich Digitalisierung setzt entsprechende Kompetenzen voraus.

Neben den klassischen Fähigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens werden unter dem Begriff „Gesundheitskompetenzen“ (Health Literacy) die notwendigen Fähigkeiten verstanden gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und umsetzen zu können (WHO). Dies betrifft sowohl die Felder der Krankheitsbewältigung (Diagnosen, Therapien), als auch deren Prävention und eine allgemeine lebenslange Gesundheitsförderung. Gesundheitskompetenzen sind damit ein zentraler Schlüssel für ein entsprechendes Verhalten. Wer keine Kenntnisse hat und keinen Zugang zu Informationsquellen, wird der Möglichkeit beraubt, kompetente, eigenständige Entscheidungen für das eigene Wohlbefinden treffen zu können.

Das Förderprojekt setzt an dieser Stelle an und möchte erste Kurse entwickeln, die Seniorinnen und Senioren digitale Gesundheitskompetenzen vermitteln. Diese werden in die vorhandene App-Struktur von LUMOO eingebettet. Damit sollen die Seniorinnen und Senioren in die Lage versetzt werden, sich an den gesundheitlichen Entwicklungen zu beteiligen, und ihnen weiterhin eine gesellschaftliche Teilhabe und der Zugang zu gesundheitsförderlichen Angeboten ermöglicht werden.

Das Projekt wird von der BARMER gefördert und läuft bis Ende 2022.

DeinHaus 4.0 - Technik im Alltag - Technik zum Leben

Bei "DeinHaus 4.0" handelt es sich um eine Projektreihe des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, mit der intelligente Assistenztechnik für Pflegebedürftige erforscht und für die Bürger*innen erlebbar gemacht werden soll.

Wie können intelligente Robotersysteme Pflegebedürftigen dabei helfen, ein möglichst eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu führen? Dies ist eine der zentralen Fragestellungen, denen die Wissenschaftler der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) im Forschungsprojekt „DeinHaus 4.0 - TePUS“ nachgehen.
DeinHaus 4.0 Oberpfalz ist auf den Einsatz von Telepräsenzrobotern für die Pflege und Unterstützung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten (kurz: TePUS) ausgerichtet.
Hier geht es zum Projekt

Aktuell ist das Projekt DeinHaus 4.0 – TePUS der OTH dabei, mögliche Teilnehmer*innen zu gewinnen, die die Roboter nach einem Schlaganfall zuhause testen möchten. Interessierte können sich direkt an info@deinhaus40.de wenden.

Pressemitteilung zur Kooperation zwischen Gesundheitsregionplus und OTH

Die Gesundheitsregionplus Regensburg beteiligt sich am Projekt "Digitale regionale Entwicklung" des Regionalmanagements der Landkreise Regensburg und Cham (siehe Infokasten rechts). Ziel des Gesamtprojekts ist es, gemeinsam digitale Antworten auf aktuelle und künftige Herausforderungen zu finden. Digitale Technologien haben großes Potenzial. Sie können Lösungen bieten für örtliche Defizite in der Nahversorgung, Mobilität, Gesundheitsvorsorge oder Landwirtschaft und neue Informations- und Bildungsmöglichkeiten sowie digitale Arbeitsplätze schaffen.
Zum Start des Vorhabens im September 2019 wurde das Arbeitsfeld "kooperative digitale Vernetzung in der Medizin/im Gesundheitswesen" für einen Vertiefungsworkshop im Dezember heraus gearbeitet. 

Im Workshop brachten die beiden Regionalmanager, Martin König und Prof. Dr. Markus Lemberger, interessierte Akteure aus der Region, wie z.B. die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus,  mit Unternehmern und Start-Ups in Kontakt, um Probleme und mögliche digitale Lösungen für die Region zu diskutieren und weitere mögliche Projekte zu entwickeln. 

Im Bereich der Gesundheit / Gesundheitsversorgung wurden zwei Projektthemen identifiziert:

  • Neue innovative Versorgungsformen - Vernetzung/Telemedizin
  • Digitale Gesundheit / Digitale Einbindung Älterer (App)

"Digitale Regionale Entwicklung" (DiRegEnt)

Mit dem Projekt "Digitale Regionale Entwicklung" möchten die beiden Landkreise Regensburg und Cham, in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Deggendorf die Digitalisierung zur Verbesserung der Lebensqualität in der Fläche voranbringen. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. 

Pressemitteilung- Auftakt   
Pressemitteilung - Vertiefungsworkshop      

Zum Regionalmanagement
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