Jahresschwerpunkt-Themen

Jahresschwerpunkt-Thema 2019/2020: Sexuell übertragbare Krankheiten

HPV - Humane Papillomviren

Laut RKI verursachen HPV-Infektionen in Deutschland jährlich ca. 6.250 Krebsfälle bei Frauen und ca. 1.600 Erkrankungen bei Männern. Die Ansteckung mit den Viren erfolgt oftmals bereits beim ersten Sexualkontakt. Die Prävention von ungeschütztem Geschlechtsverkehr und eine Impfung kann die Erkrankungsraten senken. Deshalb empfiehlt die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) eine Schutzimpfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen Humane Papillomviren.

Gemeinsam mit dem Regensburger Ärztenetz, dem Gesundheitsamt und dem Infektiologen Dr. Audebert findet zusammen mit Medienpartner im Januar 2020 eine breit gestreute Sensibilisierung in der Gesundheitsregionplus Regensburg statt. Ziel der Kampagne ist es auf die angebotene präventive Impfung gegen HPV für Mädchen aber vor allem auch für Jungs aufmerksam zu machen.

Wer sollte sich impfen lassen? Ist die Impfung eine Kassenleistung? - Erste Informationen zur HPV-Impfung bietet das Interview mit dem Infektiologen Dr. Franz Audebert (siehe Video auf der linken Seite).

Aktionstag - Telefon-Hotline

Um offene Fragen zu beantworten und Unsicherheiten auszuräumen, findet am 15.01.2020 ein Aktionstag statt, bei dem Experten Rede und Antwort stehen. Die Experten-Hotline ist von 9-18 Uhr unter der Telefonnummer 0941 / 56 959 696 erreichbar.
Folgende Experten stehen Ihnen für eine kurze, auf Wunsch auch gerne anonyme, Beratung zur Verfügung:

  • von 09:00 bis 12:00 Uhr: Dr. Benedikt Lampl (Facharzt, Gesundheitsamt Regensburg)
  • von 12:00 bis 15:00 Uhr: Dr. Jens Kohlmeyer (Hausarzt im Regensburger Ärztenetz)
  • von 15:00 bis 18:00 Uhr: Dr. Maximilian Mögele (Frauenarzt im Regensburger Ärztenetz)

Weitere Informationen rund um das Thema HPV finden Sie hier:

STI auf Tour

Gesundheitsministerin Melanie Huml hat Anfang Juni 2019 die Schwerpunktkampagne zu sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) gestartet. In den darauffolgenden Monaten informierte das Ministerium vor allem über soziale Netzwerke wie YouTube und Instagram verstärkt darüber, wie man sich zum Beispiel vor AIDS oder Syphilis schützen kann. Eingebunden waren sieben 'Internet-Influencer'.

Die Kampagne unter dem Hashtag #STIauftour richtete sich gezielt an junge Leute im Alter zwischen 17 und 25 Jahren. Auch die App "Tellonym" kommt zum Einsatz. Dabei beantworten Experten der Bayerischen AIDS Stiftung und der Münchner Aids-Hilfe direkt Fragen, ohne dass die Identität des Fragestellers bekannt wird.

Weitere Infos zur Kampagne: www.sti-auf-tour.de



Let´s talk about STI - sexuell übertragbare Infektionen ansprechen, erkennen, behandeln

Die Gesundheitsregionplus Regensburg beteiligt sich ebenfalls an der Kampagne.

Am Mittwoch, 06.11.2019 veranstaltete die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus gemeinsam mit dem ärztlichen Kreisverband Regensburg eine Ärzte-Fortbildung zum Thema. Die Veranstaltung fand im Hörsaal des Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg statt.

Als Referenten konnten Dr. Franz Audebert, Internist & Infektiologe in Regensburg und Hans-Peter Dorsch, Leiter der Psychosozialen Aids-Beratungsstelle Oberpfalz ebenfalls in Regensburg, gewonnen werden.
Zunächst stellte Dr. Audebert unter dem Titel "Sexuell übertragbare Infektionen (STI) in Zeiten der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP)" Aktuelles zu Epidemiologie, Diagnostik und Therapie vor. Anschließend erläuterte Hans-Peter Dorsch die neuen Wege des Testens als wichtige Bausteine für eine erfolgreiche HIV-Prävention.
Der lebendige Workshop klang mit einer moderierten Fragerunde aus.

Weiterführende Informationen

STI auf Tour - Report zu sexuell übertragbaren Krankheiten in Bayern 2019

Report zu sexuell übertragbaren Krankheiten in Bayern 2019

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) fristen in der öffentlichen Wahrnehmung eher ein Schattendasein. Obwohl der Umgang mit Sexualität im 20. Jahrhundert deutlich liberaler geworden ist, wird über mögliche Infketionen, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können, meist nicht gesprochen.

Der Report steht im Bayerischen Bestellportal zum Download zur Verfügung. Auch eine Bestellung der Printausgabe ist möglich.

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